Besonders gefährdete Personengruppen bei Hitze
Bei hohen Temperaturen sind nicht alle Menschen gleichermaßen betroffen. Einige Personengruppen reagieren empfindlicher auf Hitze und haben ein höheres Risiko für gesundheitliche Beschwerden. Dazu gehören vor allem Kinder, ältere Menschen, Personen mit Vorerkrankungen sowie Menschen, die im Freien arbeiten. Bei ihnen kann die Hitze schneller zur Belastung führen oder bestehende Probleme verstärken.
Im Folgenden erfahren Sie, welche Gruppen besonders gefährdet sind und worauf jeweils zu achten ist.
Kurz gefasst:
- Ältere Menschen: Bei hohen Temperaturen können gesundheitliche Probleme schneller auftreten, da Warnsignale des Körpers oft weniger deutlich wahrgenommen werden.
- Kinder und Säuglinge: Sie benötigen besonderen Schutz, da sie auf Hitze empfindlicher reagieren und sich nicht selbst ausreichend anpassen können.
- Menschen mit Vorerkrankungen: Zusätzliche Belastung durch Hitze können den Gesundheitszustand beeinträchtigen und das Risiko für Komplikationen erhöhen.
- Menschen, die im Freien arbeiten: Längere Aufenthalte in der Sonne und körperliche Anstrengung führen zu einer deutlich höheren Belastung durch Hitze.
Was gibt es noch zu wissen?
Ältere Menschen sind bei Hitze besonders gefährdet. Mit zunehmendem Alter kann sich der Körper schlechter an hohe Temperaturen anpassen. Das Durstgefühl ist häufig vermindert, sodass oft zu wenig getrunken wird. Gleichzeitig funktioniert die Regulation der Körpertemperatur weniger effektiv.
Dadurch steigt das Risiko für:
- Dehydrierung
- Kreislaufprobleme
- andere gesundheitliche Beschwerden
Es wird daher empfohlen:
- regelmäßig zu trinken
- auf kühle Räume zu achten
- körperliche Anstrengung möglichst zu vermeiden
Tipp: Hinweise und konkrete Tipps für den Umgang mit Hitze im Alter finden Sie hier.
Kinder und Säuglinge reagieren besonders empfindlich auf Hitze. Ihr Körper kann die Temperatur noch nicht so gut regulieren wie bei Erwachsenen. Zudem schwitzen sie weniger und sind daher anfälliger für Überhitzung.
Gleichzeitig sind sie darauf angewiesen, dass Erwachsene auf ausreichendes Trinken, geeignete Kleidung und Schutz vor direkter Sonneneinstrahlung achten. Besonders Säuglinge können Hitze oft nicht selbst ausgleichen.
Deshalb ist es wichtig:
- Kinder vor direkter Sonne zu schützen (z.B. ensprechende Kleidung)
- regelmäßige Flüssigkeit anzubieten
- auf Anzeichen wie Unruhe, Müdigkeit oder gerötete Haut zu achten
Tipp: Was Kinder bei Hitze besonders schützt und worauf geachtet werden sollte, wird hier verständlich erklärt.
Menschen mit Vorerkrankungen reagieren häufig empfindlicher auf Hitze, da die Anpassungsfähigkeit des Körpers eingeschränkt sein kann.
Besonders betroffen sind Personen mit:
- Herz-Kreislauferkrankungen
- Atemwegserkrankungen
- Stoffwechselerkrankungen
Bei ihnen kann die Wärmeregulation gestört sein, sodass sich der Körper nicht so gut an hohe Temperaturen anpassen kann. Auch die Durchblutung oder der Flüssigkeitshaushalt können beeinflusst werden, wodurch Hitze stärker belastet.
Bei Atemwegserkrankungen können sich Beschwerden durch hohe Temperaturen und eine schlechtere Luftqualität verstärken. Erkankungen, die das Schwitzen beeinflussen, erschweren zusätzlich die Abkühlung des Körpers. Auch starkes Übergewicht kann die Wärmeabgabe behindern.
Menschen mit psychischen Erkrankungen sowie pflegebedürftige Personen sind ebenfalls besonders gefährdet. Sie nehmen Warnsignale des Körpers oft schlechter wahr oder können sich nicht selbstständig ausreichend vor Hitze schützen.
Tipp: Informationen zu gesundheitlichen Risiken bei Hitze und Vorerkrankungen finden Sie hier.
Menschen, die im Freien arbeiten, sind Hitze oft direkt und über längere Zeit ausgesetzt.
Dazu gehören beispielsweise Beschäftigte:
- im Bau
- in der Landwirtschaft
- im Straßenbau
Durch die körperliche Belastung und die direkte Sonneneinstrahlung kann sich der Körper zusätzlich aufheizen.
Dadurch steigt das Risiko für:
- Dehydrierung
- Kreislaufprobleme
- hitzebedingte Erkankungen
Besonders gefährlich wird es, wenn körperlich anstrengende Tätigkeiten während der heißen Mittagstunden ausgeführt werden.
Deshalb ist es wichtig:
- die Arbeit möglichst in kühlere Tageszeiten zu verlegen
- ausreichend zu trinken
- regelmäßige Pausen im Schatten einzulegen
Hinweis: Geeignete Schutzkleidung und Sonnenschutz können zusätzlich helfen, die Belastung zu reduzieren.
Tipp: Weitere Hinweise und praktische Tipps zum Umgang mit Hitze am Arbeitsplatz finden Sie hier.
Überblick über gesundheitliche Auswirkungen von Hitze und besonders gefährdete Personengruppen:
Umfassende Informationen und praktische Tipps zum Umgang mit Hitze im Alter:
Informationen zu Auswirkungen von Sonne und Hitze auf Kinder sowie geeignete Schutzmaßnahmen:
Was tun bei Sonnenbrand, Hitzschlag und Sonnenstich
Hinweise und Empfehlungen zum Schutz bei Hitze für Menschen, die im Freien arbeiten:
- Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) (o. J.): Hitzeschutz für Betriebe.
Verfügbar unter: https://www.klima-mensch-gesundheit.de/hitzeschutz/betriebe/ (Zugriff: 08.04.2026) - Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) (o. J.): Sonnenschutz für Kinder auf einen Blick.
Verfügbar unter: https://www.kindergesundheit-info.de/themen/risiken-vorbeugen/alltagstipps/sonnenschutz/sonnenschutz-fuer-kinder-auf-einen-blick/ (Zugriff: 08.04.2026) - Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) (o. J.): Was tun bei Hitze? – wichtige Tipps für Senioren.
Verfügbar unter: https://www.klima-mensch-gesundheit.de/hitzeschutz/menschen-ab-65-und-angehoerige/ (Zugriff: 08.04.2026) - Landeszentrum Gesundheit Nordrhein-Westfalen (LZG.NRW) (o. J.): Hitze und Vorerkrankungen.
Verfügbar unter: https://www.lzg.nrw.de/hitze/kommunen/zielgruppen/02_vorerkrankungen/index.html (Zugriff: 08.04.2026)