Tipps für besondere Situationen bei Hitze

Bei hohen Temperaturen können bestimmte Alltagssituationen zur besonderen Belastung werden. Dazu gehören unter anderem der Arbeitsalltag, der Aufenthalt in Kitas und Schulen sowie die Betreuung älterer oder pflegebedürftiger Menschen.

In solchen Situationen ist es besonders wichtig, auf ausreichenden Hitzeschutz zu achten und den Tagesablauf möglichst an die Temperaturen anzupassen. Bereits einfache Maßnahmen können helfen, gesundhetiliche Beschwerden zu vermeiden.

Im Folgenden erfahren Sie, worauf in besonderen Situationen bei Hitze zu achten ist und welche Schutzmaßnahmen sinnvoll sein können.

Kurz gefasst:

  • Hitzeschutz am Arbeitsplatz: Hohe Temperaturen können die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden am Arbeitsplatz beeinträchtigen. Durch angepasste Arbeitszeiten, zusätzliche Pausen oder organisatorische Maßnahmen lässt sich die Belastung verringern. Auch die Gestaltung der Arbeitsumgebung, zum Beispiel durch Beschattung oder Lüftung, spielt eine wichtige Rolle.
  • Hitzeschutz in Kitas und Schulen: Kinder reagieren empfindlich auf Hitze, wodurch Konzentration und Belastbarkeit abnehmen können. Angepasste Tagesabläufe, ausreichend Trinkmöglichkeiten sowie schattige und möglichst kühle Aufenthaltsbereiche sind deshalb besonders wichtig. Aktivitäten im Freien sollten möglichst in kühlere Tageszeiten verlegt werden.
  • Hitzeschutz in Pflege- und Gesundheitseinrichtungen: In Einrichtungen müssen Hitzeschutzmaßnahmen frühzeitig geplant werden. Dazu gehören klare Abläufe, die Beobachtung gesundheitlicher Veränderungen sowie organisatorische Anpassungen im Alltag. Hitzeschutzpläne können helfen, Maßnahmen systematisch umzusetzen und die Versorgung sicherzustellen.

Was gibt es noch zu wissen?

Hohe Temperaturen können den Arbeitsalltag deutlich erschweren und Beschäftigte belasten.

Das betrifft nicht nur Tätigkeiten im Freien, sondern auch Arbeitsplätze in:

  • Büros
  • Werkhallen
  • Küchen
  • Fahrzeugen

oder anderen Innenräumen, in denen sich Wärme stauen kann.

Damit gesundheitliche Beschwerden möglichst vermieden werden, sollten Arbeitsbedingungen an heiße Tage angepasst werden.

Dazu kann gehören:

  • Arbeitsräume in den frühen Morgenstunden lüften
  • Fenster zu beschatten
  • technische Möglichkeiten zur Kühlung zu nutzen

Flexible Arbeitszeiten oder eine Verlagerung anstrengender Tätigkeiten auf kühlere Tageszeiten können sinnvoll sein.

Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber sind verpflichtet, den Gesundheitsschutz der Beschäftigten zu berücksichtigen. Je nach Arbeitsplatz können deshalb unterschiedliche Maßnahmen notwendig sein, um die Belastung durch Hitze zu verringern.

Beschäftigte sollten Beschwerden wie:

  • Konzentrationsprobleme
  • starke Erschöpfung
  • Kreislaufbeschwerden 

frühzeitig ansprechen und vorhandene Schutzmaßnahmen nutzen.

Tipp: Weitere Informationen zum Hitzeschutz am Arbeitsplatz finden Sie hier.

Hohe Temperaturen können den Alltag in Kitas und Schulen deutlich erschweren. Kinder reagieren auf Hitze oft empfindlicher als Erwachsene, da sich ihr Körper noch anders an hohe Temperaturen anpasst. Konzentration, Leistungsfähigkeit und Wohlbefinden können dadurch spürbar beeinträchtigt werden.

Deshalb ist es sinnvoll, Tagesabläufe an heißen Tagen möglichst anzupassen. Körperlich anstrengende Aktivitäten sowie Sport im Freien sollten, wenn möglich, in die kühleren Morgenstuden verlegt oder reduziert werden. Aufenthalte in der direkten Sonne können besonders in den Mittagsstunden vermieden werden.

Innenräume sollten möglichst kühl gehalten werden.

Dazu kann gehören:

  • früh morgens zu lüften
  • Fenster tagsüber geschlossen zu halten
  • Räume zu beschatten

Hinweis: Ausreichende Trinkmöglichkeiten sind besonders wichtig, damit Kinder regelmäßig Flüssigkeit aufnehmen können.

In Kitas sollte zusätzlich darauf geachtet werden:

  • geeignete Kleidung zu tragen
  • Sonnenschutz zu benutzen
  • schattige Spielbereiche aufzusuchen

Schulen können je nach Situation organisatorische Maßnahmen treffen, etwa:

  • Unterrichtsanpassungen
  • hitzebedingte Erleichterungen

Tipp: Weitere Informationen zum Hitzeschutz in Kitas und Schulen finden Sie hier.

Hohe Temperaturen stellen Pflege- und Gesundheitseinrichtungen vor besondere organisatorische Herausforderungen. Anders als im privaten Alltag müssen hier Schutzmaßnahmen für viele Menschen gleichzeitig geplant und zuverlässig umgesetzt werden.

Mögliche Schutzmaßnahmen:

  • Eine wichtiger Bestandteil ist die frühzeitige Vorbereitung auf Hitzeperioden. Viele Einrichtungen entwickeln dafür sogenannte Hitzeschutzpläne. Darin wird festgelegt, welche Maßnahmen bei steigenden Temperaturen ergriffen werden und wer dafür verantwortlich ist. So können Abläufe klar geregelt und schneller umgesetzt werden.
  • Dazu gehört unter anderem, den Gesundheitszustand von Bewohnerinnen und Bewohnern oder Patientinnen oder Patienten regelmäßig zu beobachten und Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Auch die Abstimmung im Team ist wichtig, damit Maßnahmen einheitlich umgesetzt werden.
  • Zusätzlich kann es notwendig sein, Pflege- und Behandlungsabläufe anzupassen. Dazu zählt beispielsweise, Termine oder belastende Tätigkeiten zu verlagern oder zusätzliche Unterstützung einzuplanen. Einrichtungen stehen dabei vor der Herausforderung, sowohl die Versorgung sicherzustellen als auch die Belastung für das Personal zu berücksichtigen.

Tipp: Ergänzende Informationen zum Hitzeschutz in Pflege- und Gesundheitseinrichtungen finden Sie hier.

Wenn Sie sich weitergehend über Hitzeschutz in verschiedenen Lebensbereichen informieren möchten, finden Sie hier ergänzende Hinweise:

Maßnahmen und Organisation des Hitzeschutzes im Arbeitsalltag:

Hitzeschutz in Betrieben

Hinweise zum Umgang mit Hitze in Bildungseinrichtungen:

Hitzeschutz in Kitas und Grundschulen

Empfehlungen zum Schutz von Kindern vor Hitze und Sonne:

Sonnen- und Hitzeschutz in der Kita

Regelungen und Hinweise zum Schulbetrieb bei Hitze:

Informationen zum Thema Hitzefrei an Schulen

Hinweise für Pflegepersonal im Umgang mit Hitze:

Pflege: Bei Hitze besonders herausfordernd

Musterhitzeschutzplan für Krankenhäuser