Atemwegserkrankungen

Atemwegserkrankungen betreffen Lunge, Bronchien, Nase und Rachen. Dazu gehören akute Infektionen wie Erkältungen oder Grippe sowie chronische Krankheiten wie Asthma oder die chronisch-obstruktive Lungenerkrankung (COPD). Häufig können sich sich Husten, Atemnot oder Fieber zeigen. 

Bei akuten Infektionen wird häufig symptomatisch therapiert, manchmal sind Antibiotika erforderlich. Sie verlaufen meist mild und heilen innerhalb von Tagen bis Wochen aus. Bei chronischen Atemwegserkrankungen wie Asthma oder chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) liegt der Fokus der Therapie auf der Symptomkontrolle sowie auf der Verhinderung bzw. Verlangsamung des Fortschreitens der Krankheit.

Kurz gefasst:

  • Was sind Atemwegserkrankungen? Erkrankungen der Atemwege, also von Nase, Rachen, Bronchien und Lunge. Man unterscheidet zwischen akuten Infektionen, die meist durch Viren oder Bakterien hervorgerufen werden und chronischen Erkrankungen wie Asthma oder chronisch-obstruktiven Lungenerkrankung (COPD). 

  • Warum relevant? Atemwegserkrankungen gehören zu den häufigsten Erkrankungen. Sie können jeden betreffen.

  • Wer ist besonders betroffen? Bei Risikogruppen wie Säuglingen oder Kleinkindern, Senioren, Immungeschwächten und chronisch kranken Menschen können Atemwegserkrankungen häufiger auftreten und schwerer verlaufen.

  • Was hilft? Hygiene, vor allem Handhygiene, Impfungen, frische Luft, Rauchstop, gesunder Lebensstil, Erkältungen auskurieren und nicht "verschleppen"

  • Wohin wenden? Ansprechstellen sind bei akuten Infektionen oder zur Vorbeugung: Hausärztinnen, bei chronischen Erkrankungen: Hausärztinnen, Fachärzte für Lungenheilkunde, Fachärzte für Allergologie

Was gibt es noch zu wissen?

Influenza 

Die Influenza, die „echte“ Grippe, wird durch Influenzaviren verursacht und verläuft deutlich schwerer als eine gewöhnliche Erkältung. Zu den Symptomen gehören plötzliches, hohes Fieber sowie ein starkes Krankheitsgefühl. Es können Muskel- und Gliederschmerzen sowie Husten auftreten. Nach einer Influenza kann es zu Komplikationen wie einer Lungenentzündung oder einer Schwächung der Abwehrkräfte mit nachfolgend weiteren Infektionen kommen.


Covid 19

Covid19 wird durch SARS-Corona-Viren-2 ausgelöst, Symptome sind Fieber, Husten, allgemeines Krankheitsgefühl. Es kann ein Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn auftreten. Bei vielen Menschen verläuft die Erkrankung mild, insbesondere bei Riskogruppen wie Menschen mit Vorerkrankungen können sich schwere Verläufe mit Atemnot und Lungenentzündung entwickeln. 


Respiratorisches-Synzytial-Virus (RS-Virus)

Das Respiratorisches-Synzytial-Virus (RS-Virus) ist eine Atemwegserkrankung, die vor allem Kinder unter 2 Jahren und ältere Menschen betrifft. Beschwerden sind Husten, Schnupfen, Fieber und manchmal eine pfeiffende Atmung oder Atemnot. Bei kleinen Kindern, besonders unter einem Jahr, kann RSV zu schweren Erkrankungen wie Bronchiolitis oder Lungenentzündung führen. 

Hinweis: Infektionen der Atemwege werden durch Viren, Bakterien oder Pilze verursacht. Erkältungen werden meistens von Viren wie z.B. Rhino- oder Adenoviren verursacht und verursachen Symptome wie Husten, Schnupfen und Halsschmerzen. Der Verlauf einer Erkältung ist meist mild und dauert einige Tage bis zu einer Woche. Die Behandlung erfolgt symptomatisch (z.B. Nasenspray bei Schnupfen, Schleimlöser bei Husten).

Hinweis: Chronische Atemwegserkrankungen sind langfristige Erkrankungen der Lunge und der Atemwege, die nicht vollständig heilbar sind, aber gut behandelt werden können. Zu den häufigsten zählen Asthma und chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD). 

Asthma     

Asthma ist eine chronische entzündliche Erkrankung der Atemwege. Die Bronchien reagieren überempfindlich auf bestimmte Reize wie Allergene, kalte Luft oder körperliche Anstrengung. Dadurch verengen sich die Atemwege, was zu Symptomen wie Atemnot, Husten, pfeifender Atmung und Engegefühl in der Brust führt. Asthma verläuft in Schüben, kann aber mit gut kontrolliert werden. Ziel der Behandlung ist es, Beschwerden zu verhindern und die Lungenfunktion langfristig zu erhalten.

weitere Quellen:


COPD

COPD (Chronisch Obstruktive Lungenerkrankung) ist eine langfristige Erkrankung der Atemwege, bei der die Bronchien dauerhaft verengt sind. Häufige Ursachen sind langjähriges Rauchen oder das Einatmen schädlicher Stoffe. Typische Symptome sind chronischer Husten, vermehrter Auswurf und Atemnot, die sich mit der Zeit verschlimmern können. Die Erkrankung ist nicht heilbar, aber durch Medikation, Rauchstopp, Atemtherapie und regelmäßige Bewegung kann das Fortschreiten verlangsamt und die Lebensqualität deutlich verbessert werden.

weitere Quellen:

Allergische Atemwegserkrankungen entstehen, wenn das Immunsystem überempfindlich auf Stoffe wie Pollen, Hausstaubmilben, Tierhaare oder Schimmel reagiert. 

Hinweis: weitere Informationen zu Allergien finden Sie hier. 

Für Atemwegserkrankungen, welche Komplikationen verursachen oder schwer verlaufen können, gibt es verschiedene Impfungen, welche je nach Risikogruppe empfohlen werden. 

Für die Influenza gibt es jährlich einen angepassten Impfstoff, welcher ab Oktober geimpft werden kann. Die Impfung ist für Risikogruppen empfohlen. 

Für Covid19 gibt es ebenfalls jährlich einen angepassten Impfstoff. Eine regelmäßige Auffrischung wird für Risikogruppen empfohlen. 

Die RSV Impfung wird für Kinder unter 1 Jahr empfohlen. Die passive Impfung schützt im ersten Lebensjahr vor einem schweren Krankheitsverlauf. Wichtig zu wissen ist, dass dies keine aktive Impfung ist, sondern ein Antikörperschutz. Alternativ kann die Impfung auch im letzten Schwangerschaftsdrittel der Mutter verabreicht werden, um einen Schutz des Kindes im ersten Lebensjahr zu erreichen. 

Für Kinder und Senioren empfiehlt die Impfkomission zudem einen Impfschutz gegen Pneumokokken. 

Hinweis: Weitere Informationen finden Sie auf Infektionschutz.de und Impfen.de (inkl. aktuellem Impfkalender)