Psychische Erkrankungen

Psychische Erkrankungen umfassen unterschiedliche behandlungsbedürftige Störungen des Denkens, Fühlens und Verhaltens. Sie können sich in Form von anhaltender Stimmungslage, Ängsten, innerer Unruhe, Schlafproblemen, Leistungsabfall oder Rückzug äußern und den Alltag erheblich beeinträchtigen.

Ihre Entstehung ist meist ein Zusammenspiel aus biologischen, psychischen und sozialen Faktoren. Belastungen durch Stress, familiäre Konflikte, wirtschaftliche Unsicherheit oder digitale Überforderung können das Risiko zusätzlich erhöhen.

Kurz gefasst:

  • Was sind psychische Erkrankungen? Störungen von Denken, Stimmung oder Verhalten, die das Leben spürbar beeinträchtigen
  • Warum relevant? Stress, geselleschaftlicher Druck, Unsicherheiten und Krisen führen weltweit zu mehr Belastungen
  • Wer ist besonders betroffen? Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Menschen in herausfordernden Lebenssituationen
  • Was hilft? Früherkennung, Therapie, soziale Unterstützung und stabilie Alltagsstrukuren
  • Wohin wenden? Offizielle Stellen, Krisendienste & regionale Angebote.

Was gibt es noch zu wissen? 

Hier finden Sie Informationen zur Psychischen Gesundheit.

Wichtig: Eine Diagnose darf ausschließlich von ausgebildeten Fachpersonen gestellt werden.

Typische Leitsignale & Warnhinweise

  • Anhaltende Niedergeschlagenheit, Erschöpfung, Antriebslosigkeit
  • Übermäßige Sorgen, Ängste, innere Unruhe
  • Schlafprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten
  • Rückzug von Freunden, Schule, Arbeit
  • Verlust von Interessen & Freude
  • Auffällige Stimmungsschwankungen
  • Verändertes Ess-, Medien- oder Sozialverhalten
  • Gedanken an Selbstverletzung oder Tod


Ab wann sollte man professionelle Hilfe suchen?

  • Wenn der Alltag (Arbeit, Schule, Beziehungen) deutlich beeinträchtigt ist
  • Wenn Gefühle von Angst, Traurigkeit oder Überforderung überhandnehmen
  • Bei auffälligen Veränderungen im Verhalten oder Denken
  • Bei akuten Krisen sofort

Psychische Erkrankungen können immer auch das Umfeld betreffen. Unterstützung ist wichtig, um Belastungen zu reduzieren.

Was Angehörigen helfen kann

  • Sich über die Erkrankung informieren, um besser zu verstehen, was passiert
  • Gespräche anbieten (offen, ohne Druck und ohne Bewertung)
  • Eigene Grenzen ernst nehmen: Selbstfürsorge ist entscheidend
  • Unterstützung anbieten, z.B. Begleitung zu Terminen (wenn gewünscht)
  • Frühzeitig auf mögliche Krisensignale achten und im Zweifel professionelle Hilfe einbeziehen

Hilfe und Infos für Angehörige 

(ohne diagnostische Inhalte – rein alltagsorientiert)

  1. Stress reduzieren - regelmäßige Pausen, Entspannungsverfahren wie Atemübungen, Meditation und Spaziergänge
  2. Mediennutzung bewusst gestalten - Bildschirmzeiten begrenzen, digitale Pausen einplanen
  3. Schlaf, Bewegung, Routinen - geregelte Schlafenszeiten, tägliche Bewegung, Struktur im Tagesablauf
  4. Soziale Unterstützung pflegen - Gespräche mit Freunden/Familien, gemeinsame Aktivitäten, Austausch in Gruppen oder Vereinen

Hinweis: wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder Psychotherapeuten, die nächste psychiatrische Klinik oder den Notarzt unter der Telefonnummer 112. 

Wann ist es ein Notfall?

  • Gedanken an Selbstverletzung oder Suizid
  • Massive Verzweiflung, Panik, Kontrollverlust
  • Selbst- oder Fremdgefährdung
  • Realitätsverlust oder extreme Verwirrung
  • Akute Gewalt- oder Missbrauchssituationen

Soforthilfe-Nummern: