Beschwerden & besondere Risiken

Während der Schwangerschaft kommt es häufig zu körperlichen und hormonellen Veränderungen, die mit Beschwerden einhergehen können. Die meisten davon sind harmlos. Es gibt jedoch Symptome, die ärztlich abgeklärt werden sollten, da sie auf Komplikationen hinweisen können. Eine frühzeitige Abklärung trägt zur Sicherheit von Mutter und Kind bei.

Kurz gefasst:

  • Viele Beschwerden in der Schwangerschaft sind häufig und medizinisch unbedenklich und treten vorübergehend auf 
  • Bestimmte Symptome können jedoch auf Komplikationen hinweisen und sollten ärztlich abgeklärt werden
  • Anhaltende Schmerzen, Fieber oder Blutungen sind keine typischen Schwangerschaftsbeschwerden
  • Bei akuten oder schweren Beschwerden ist eine zeitnahe medizinische Abklärung erforderlich
  • Im Zweifel sollte immer ärztlicher Rateingeholt werden, um Risiken für Mutter und Kind auszuschließen

Hinweis: Die Informationen in diesem Artikel dienen der Orientierung und ersetzen nicht die persönliche Beratung durch eine Ärztin oder einen Arzt.

Was gibt es noch zu wissen? 

  • Übelkeit und Erbrechen
    Treten häufig im ersten Schwangerschaftsdrittel auf und stehen im Zusammenhang mit hormonellen Veränderungen
  • Müdigkeit und Erschöpfung
    Besonders zu Beginn und gegen Ende der Schwangerschaft verbreitet
  • Rücken- und Beckenschmerzen
    Können durch Gewichtszunahme und veränderte Körperstatik entstehen
  • Wassereinlagerungen (Ödeme)
    Vor allem in den Beinen und Füßen, insbesondere in den späteren Schwangerschaftswochen

Nicht alle Beschwerden sind harmlos. Bestimmte Symptome sollten ärztlich beurteilt werden, um mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen, wie zum Beispiel:

  • Anhaltende oder zunehmende Schmerzen
  • Fieber oder Infektzeichen
  • Schmerzen oder Brennen beim Wasserlassen
  • Wiederholtes Erbrechen mit Flüssigkeitsmangel
  • Deutlich verminderte Kindsbewegungen

Bei folgenden Symptomen sollte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden, wie zum Beispiel: 

  • Starke oder anhaltende Blutungen
  • Plötzliche starke Unterbauch- oder Rückenschmerzen
  • Atemnot oder Brustschmerzen
  • Starke Kopfschmerzen mit Sehstörungen
  • Vorzeitige Wehen

In einigen Fällen bestehen erhöhte gesundheitliche Risiken, die eine intensivere Betreuung erforderlich machen können.


Beispiele:

  • Vorerkrankungen (z. B. Diabetes, Bluthochdruck)
  • Mehrlingsschwangerschaft
  • Schwangerschaftsdiabetes
  • Präeklampsie (Erkrankung in der Schwangerschaft, die mit Bluthochdruck und Eiweiß im Urin einhergehen kann)
  • Frühere Schwangerschaftskomplikationen

Häufige Fragen

Nein. Blutungen können unterschiedliche Ursachen haben und sind nicht immer ein Zeichen für eine ernste Komplikation. Dennoch sollten Blutungen in der Schwangerschaft grundsätzlich ärztlich abgeklärt werden, um die Ursache festzustellen und Risiken auszuschließen.

Mögliche Risiken werden im Rahmen der regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen überwacht. Dazu gehören ärztliche Gespräche, körperliche Untersuchungen, Blutdruck- und Blutuntersuchungen sowie Ultraschall. Bei Bedarf erfolgen zusätzliche Kontrollen oder Überweisungen an spezialisierte Fachstellen.